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Die Chancen erneuerbarer Energie in Rumänien

Der "zweite Energietag Brasov" der TTM informiert über Gesetzgebung und Technologie zur Erzeugung von Energie aus regenerativen Quellen


Der zweite Energietag Brasov hat einen aktuellen Überblick über den Stand der Forschung an den Hochschulen und der technologischen Entwicklung in der Industrie gegeben, insbesondere bei Biogas-Anlagen, Biomasse-Kraftwerken, Ersatzbrennstoffen und Windenergie. Besonderer Wert wurde auf konkrete Beispiele und realistische Umsetzbarkeit der Erkenntnisse gelegt. "Nachhaltiges Wirtschaften und lokale Stoffkreisläufe sind die Kernpunkte eines jeden Projektes zur Erzeugung von erneuerbarer Energie." sagt Jürgen Ludwig, der General Manager von TTM. "Nur durch die Wiederverwendung von Abfällen und die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel in einer Energieholzplantage kann eine größere Unabhängigkeit von Energie-Importen erreicht werden."


Über 100 Teilnehmer haben die Möglichkeit genutzt, sich im Veranstaltungshotel Ramada Brasov zum Thema zu informieren.


Der Bauherr hat über die geplante Biogasanlage der SC Carmolimp in Ucea, Kreis Brasov berichtet, die eine großen Teil des Energiebedarfs des Unternehmens aus Abfallstoffen und nachwachsenden Rohstoffen deckt.


Der Bericht der Seeger Enginieering AG über ein Biomasse Kraftwerk in Deutschland hat großen Anklang gefunden. In Neustrelitz wird gleichzeitig elektrische Energie für ca. 10.000 Haushalte und Fernwärme für über 18.000 Bewohner aus Holz und Holzabfällen erzeugt.


Die Nehlsen AG stellt das Heizkraftwerk in Stavenhagen vor, in dem der problemlos verwertbare Anteil von Hausmüll als Ersatzbrennstoff genutzt wird. Neben elektrischer Energie für etwa 6.000 Haushalte wird das Unternehmen Pfanni mit thermischer Energie für die Produktion von Lebensmitteln versorgt. Über 200.000 to Dampf wird jährlich bereitgestellt. Damit werden ca. 150.000 to Kartoffeln verarbeitet; die Verwendung von Ersatzbrennstoffen ersetzt 14 Mio m³ Erdgas.


Anhand von Beispielen hat Herr Ludwig die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie belegt. "Nur die Kombination von nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zur Förderung der Investition und die zusätzliche Vergütung der ins nationale Netz eingespeisten elektrischen Energie mit grünen Zertifikaten macht Projekte heute wirtschaftlich." Darauf weist Herr Ludwig ausdrücklich hin.


TTM wird den Energietag Brasov auch im nächsten Jahr wieder veranstalten und so einen jährlich aktualisierten der Entwicklung geben. "Wir werden verfolgen, wie die Ziele der EU: drei mal 20 bis 2020 (20% weniger Energieverbrauch, 20% weniger CO2 Ausstoß und 20% erneuerbare Energie) in Europa und insbesondere in Rumänien umgesetzt werden."